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[Spiritualität #1] Was ist Spiritualität?

Bildcollage aus menschlichen Schatten vor diversen Uhren | Das Foto stammt von Pixabay
Foto: pixabay.com

»Spiritualität in meinem Alltag« lautet das Thema der neuen Beitragsreihe, über das ich in den nächsten Monaten bloggen werde. Ausgesucht haben es sich meine Leser*innen und Newsletterabonnenten im vergangenen Jahr. Mir gefiel der Vorschlag auf Anhieb, weil ich mit den spirituellen Liebesromanen der Seelenreise-Reihe zwar über Spiritualität schreibe, aber niemand weiß, wie es in meinem Leben damit aussieht. Habe ich mit ihr etwas am Hut? Oder ist das eine bloße Marketingmasche?

Fangen wir mit einer Begriffsdefinition an, um von einem gemeinsamen Nenner auszugehen.

Was versteht man unter »Spiritualität«?

Im Internet gibt es zahlreiche Beiträge, die den Begriff unterschiedlich bewerten. Manche Autoren setzen das Wort mit »Esoterik« gleich und weisen jegliche Verbindung »mit so was« weit von sich. Wobei »so was« den Beigeschmack von »unchristlichem Teufelszeug« hat. Andere Texte lassen eine Faszination und eine »gewisse Nähe« zu Spiritualität erahnen. Im Alltag kenne ich Menschen, die Achtsamkeit praktizieren, meditieren, sich Parkplätze beim Universum bestellen oder ihre Ziele visualisieren. Was ist es, was die einen ablehnen, die anderen zur gleichen Zeit anspricht?

Als ich mich auf Bedeutungssuche gemacht habe, war ich überrascht, dass es heute, im Jahr 2019, keine eindeutige Definition für Spiritualität gibt. Oder sagen wir es so: Der Begriff hat sich in den letzten rund tausend Jahren verändert und bislang noch nicht sein endgültiges Ziel erreicht.

1. Definition

Bei Wikipedia heißt es: Das Wort »Spiritualität« ist lateinischen Ursprungs (»spiritus« = Geist, Hauch) und bezeichnet eine auf Geistiges bzw. Geistliches im religiösen Sinn ausgerichtete Haltung. Dabei geht es um die Verbindung mit dem Jenseits, mit dem Transzendenten oder Übernatürlichen. Klarer ist das bis heute nicht definiert. 2010 einigte man sich auf die Aussage, »Spiritualität sei 'etwas anderes als der schnöde Mammon'« (Zitat Wikipedia).

Im allgemeinen Sprachgebrauch, zumindest in unserer modernen westeuropäischen Welt, beschreibt das Wort »die Ausrichtung von Menschen auf eine über ihre unmittelbaren individuellen Bedürfnisse hinausreichende Wirklichkeit jenseits von traditioneller Religion und wird häufig als Gegenpol zu ihr verstanden« (Zitat Dorsch).

2. Wo stehen wir heute?

In der Auseinandersetzung mit dem Tod und dem Sinn des Lebens bekommt Spiritualität heute eine zunehmend größere Bedeutung. Die Wissenschaft hat erkannt, dass es zum Beispiel Todkranken oder Sterbenden hilft, wenn sie sich mit diesen Themen befassen. (Dorsch) Zudem werden Nahtoderlebnisse und die Wirkung von Achtsamkeit heute wissenschaftlich untersucht.

Eine Institution, über die ich bei der Lektüre des Buchs »Der Neurochirurg, der sein Herz vergessen hatte« gestolpert bin, ist das CCARE der Stanford University, an dem über Mitgefühl, Altruismus und Empathie geforscht wird (siehe hier diesen Link).

Wo sehe ich mich persönlich?

Blick in einen aufgeschlagenen Timer mit eingetragenen Terminen | Das Foto stammt von Pixabay
Foto: pixabay.com

Ich verstehe unter Spiritualität die Verbindung zu Spirit, der göttlichen Quelle. Weder sehe ich in »Gott« einen alten Mann mit weißem Rauschebart, der über uns »im Himmel« thront und mit Buße gnädig gestimmt werden muss; noch einen übermächtigen Schöpfer, der mit einem Fingerschnipsen »hier unten« alles zerstört, wenn wir nicht parieren oder ihm danach ist. Ein solches Denken ist mir zu schlicht. Ja, ich stamme aus einer christlich-jüdischen Familie und habe mich jahrelang in meiner Jugend und im jungen Erwachsenenalter mit beiden Religionen beschäftigt. Ich hatte sogar die Absicht, Pfarrerin zu werden, weil ich den Ruf spürte, in den Dienst Gottes zu treten. Mein Leben nahm eine andere Richtung und führte mich auf einen künstlerischen Weg mit Musik, Gestaltung und Literatur.

Meine Position

Dem Göttlichen fühle ich mich in meinem Leben intensiv verbunden. Ich vertraue auf meinen göttlichen Kern, meine Seele, die ich in allen anderen Menschen sehe und achte. Für mich gibt es keine »einzig wahre Religion«. Ich muss mich nicht mehr zwischen Christentum oder Judentum entscheiden wie in meiner Jugend bzw. als junge Erwachsene. Es gibt eine göttliche Quelle, die sich – in meinen Augen – unterschiedlich zeigt. Jeder Mensch und jede Religion hat ihre Geschichte und ihre Daseinsberechtigung.

Was erwartet dich dieses Jahr auf meinem Blog?

Begleite mich in den kommenden Blogbeiträgen zu den Hintergründen meiner spirituellen Werke und meiner Weltanschauung. In meine Bücher habe ich Botschaften verwoben, die ich »von oben« empfangen habe. ES hat gewissermaßen durch mich hindurch geschrieben. Deswegen freue ich mich darauf, dir die Tür zu meiner Spiritualität zu öffnen – wie ich sie verstehe und persönlich lebe.

Ich schätze, das wird die bislang persönlichste Beitragsreihe auf meinem Blog, mit der ich mich weit aus dem Fenster lehne. Möglicherweise polarisiere ich. Vielleicht verliere ich den einen oder anderen Leser oder Follower. Dann ist es so. Ich habe mir angewöhnt, mich – gerade im Internet – authentisch zu zeigen.

Das sind die Themen der nächsten Beiträge zur Blogreihe »Spiritualität in meinem Alltag«:

  1. Einführung ins Thema »Spiritualität«
  2. Die Wurzeln meiner Spiritualität
  3. Heutige Quellen meiner Spiritualität
  4. Heiliger Akt des Schreibens
  5. Bedeutung der Selbstliebe
  6. Ich bin das ich bin
  7. Spirituelle Bedeutung des Waldes
  8. Spirituelle Bedeutung des Reisens
  9. Kryon
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