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Aufbruch in neue Welten

Buchstabenwürfel ergeben den Schriftzug »author«
Foto: © domoskanonos/de.123rf.com

Heute nehme ich Dich mit auf eine neue Reise. Sie wird uns zu etwas ganz Neuem führen – mich zu einem neuen Genre, das ich unbedingt ausprobieren wollte, und Dich zu einem neuen Buch, das ich in nächster Zeit veröffentlichen werde. So nutze ich die Gelegenheit, Dich darauf einzustimmen, womit ich mich in den letzten Monaten beschäftigt habe.

Wenn Du mir und meinem Schaffen schon länger folgst, weißt Du, dass ich bereits Romane, Kurzgeschichten und Erzählungen veröffentlicht habe. Nun benötigte ich ein neues Medium, um die letzte Episode der Seelenreise-Reihe zu erzählen.

Vorgeschichte der letzten Episode

Im dritten Band der Seelenreise-Reihe (»Plus Size für die Liebe«) begibt sich Patrick, Drachenreiter und Botschafter der Seelen, auf eine Reise, während sein Körper in totenähnlichem Schlaf zurückbleibt. Seine Freundin Christiane und Mia, Protagonistin des Buches, sind in heller Aufregung und ziemlich überfordert mit der Situation, da sie nicht einschätzen können, was mit Patrick geschieht. Sie wissen nicht, was sie tun sollen oder – vielleicht besser – nicht tun sollen. Im Roman haben meine Leser*innen die Reise aus der Außenperspektive erlebt; in der Novelle sind sie nun mittendrin.

Warum die Ergänzung zur Reihe?

Die Geschichte, die ich in Band 3.5 der Reihe erzähle, ist vollkommen anders als die der vorangegangenen Teile. Sie ist hochspirituell und spielt ausschließlich in der sogenannten »geistigen Welt«. Damit fügt sie sich am ehesten in die Tradition von »Liebe auf Schamanisch« ein, wo Patrick seine Ausbildung zum Botschafter der Seelen und Drachenreiter erhalten hat. Allerdings spielte dieser Roman über weite Strecken in der Realität und an tatsächlich existierenden Schauplätzen, die ich um Meditationen und schamanische Reisen erweitert habe. Nicht zuletzt ist »Liebe auf Schamanisch« ein Liebesroman, in den ich die spirituellen Elemente eingebettet habe.

Das Besondere der abschließenden Episode

Die Novelle unterscheidet sich davon grundlegend. Wie schon erwähnt, bewegen wir uns bei der Lektüre nahezu ausschließlich in der »geistigen Welt« und gehen dabei der Frage nach, was mit den Seelen Verstorbener passiert. Dafür braucht es selbstverständlich eine Grundannahme, die da lautet: Wir Menschen haben eine unsterbliche Seele. Auf dieser Basis habe ich die Geschichte entwickelt und folgende Aspekte berührt:

  • Was kommt nach dem Tod?
  • Was passiert mit der Seele nach dem Tod?
  • Was macht die Seele, sobald sie »im Himmel« ist?
  • Gibt es so etwas wie die »Hölle«?

Wer mich und meine Werke kennt, weiß, dass ich solche Themen nicht im Sachbuchstil ab- bzw. aufarbeite. Die Antworten sind in eine spannende »Heldenreise« eingebettet, der ich die Gestalt einer Novelle gegeben habe.

Und damit kommen wir zum Hauptthema dieses Beitrags: Was genau ist eine typische »Novelle«?

Definition in neun Schritten

Je mehr ich mich im Vorfeld des Schreibens mit den charakteristischen Merkmalen einer Novelle beschäftigt habe, desto klarer wurde mir: Meine Geschichte passt perfekt in diese Form. Im Folgenden ein kurzer Stil-Überblick in meinen Worten:

  1. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Figuren, die zudem keine Charakterentwicklung erfahren.
  2. Erzählt wird aus einer einzigen Perspektive.
  3. Geschildert wird ein außergewöhnliches Ereignis.
  4. Die Novelle ist mittellang und orientiert sich in ihrer Struktur am Drama mit einer knappen Exposition, straffem Hinführen zum Höhe- und Wendepunkt sowie einem direkten Übergang zum Ausklang der Geschichte.
  5. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Konflikt, der komplett ausformuliert wird.
  6. Es gibt keine Rückblenden oder Verweise. Die Handlung wird chronologisch geschildert.
  7. Es gibt keine epischen Elemente. Stattdessen steht der Dialog im Mittelpunkt.
  8. Grundsätzlich wird nur das Notwendigste erzählt. Alles Nebensächliche bleibt außen vor.
  9. Auch die Zukunft der Protagonisten interessiert nicht. Wenn überhaupt, wird sie nur am Rand gestreift.

Mein persönlisches Fazit

Ich muss gestehen, diese literarische Gattung hat es mir angetan. In ihren Grenzen bietet sie eine Vielzahl an Möglichkeiten, deutlich mehr als die Kurzgeschichte (deren Charakteristika findest Du hier auf meinem Blog). Ich bin mir ziemlich sicher, dass weitere Novellen folgen werden. In meinem Kopf geistert bereits eine Idee herum, die zu der Welt von »Blind Date mit der Liebe« gehört … Aber eins nach dem anderen. Jetzt stelle ich erst mal dieses Buch fertig – als eBook und Taschenbuch mit ungefähr achtzig Seiten Umfang.

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Kommentare: 4
  • #1

    Chris Emilia (Dienstag, 06 Februar 2018 19:25)

    Ich bin sehr gespannt, die Nivelle zu lesen.

  • #2

    Kari (Mittwoch, 07 Februar 2018 11:02)

    Das freut mich. Ich beeile mich auch, mit dem Buch fertig zu werden. Versprochen!

    Liebe Grüße Kari

  • #3

    Lisa (Dienstag, 08 Mai 2018 12:36)

    Ich bin auch schon sehr gespannt auf deine Novelle :-) Vor allem aber wünsche ich dir mega viel Erfolg damit!
    Herzliche Grüße
    Lisa

  • #4

    Kari (Dienstag, 08 Mai 2018 12:47)

    Liebe Lisa,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Und deine Wünsche. Ich bin auch sehr neugierig, wie das Buch ankommen wird.
    LG Kari