· 

[Spiritualität #4] Schreiben ist Magie

Bildcollage aus menschlichen Schatten vor diversen Uhren | Das Foto stammt von Pixabay
Foto: pixabay.com

Würde das nicht jeder Autor und jede Autorin von sich behaupten? Dass Schreiben etwas Magisches in sich birgt? Warum einen ganzen Blogartikel zu diesem Thema verfassen? Kurz gesagt, weil Schreiben für mich wesentlich mehr bedeutet, als einen Text – egal ob Blogbeitrag oder Roman – in die Tasten zu tippen. Für mich ist das Schreiben ein heiliger Akt. Und zwar in erster Linie, wenn ich das mit einem Stift in der Hand tue. Dann verbinde ich mich mit meiner inneren Weisheit, mit meinem Höheren Selbst und meiner Seele. Ich knüpfe an all das Wissen an, das mich ausmacht – und das ist unermesslich groß.

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns in der Lage ist, dieses Feld des Wissens anzuzapfen und von dort universelle Weisheiten oder übergeordnete Botschaften zu empfangen. Manchen Menschen gelingt das in der Meditation; ich benötige dafür Zettel und Stift. Das heißt konkret, dass ich für Alleinzeit sorge, alle Störquellen (Telefon, Smartphone etc.) ausschalte, mich kurz sammle und sodann meine Frage(n) stelle.

Kontaktaufnahme

Schon beim Formulieren und Notieren spüre ich, mit wem ich spreche. Ob mir mein Höheres Selbst antwortet, das mir hilft, mein Denken, Handeln und Fühlen von außen zu betrachten. Oder meine innere Weisheit, die deutlich mehr weiß als mein menschliches Spatzenhirn. Von diesem Punkt aus ist es nur ein kleiner Schritt bis zum eigentlichen »Channeln«, d.h. zur Kontaktaufnahme mit einer Wesenheit außerhalb des eigenen Energiefelds. Davor habe ich großen Respekt und bin vorsichtig damit, wen oder was ich in mein Energiefeld einlade. Darüber habe ich im letzten Blogbeitrag ausführlich gesprochen.

Du bist eher ein auditiver Mensch? Mit einem Klick auf das Bild kommst du zum ergänzenden Podcast, den du dir bei YouTube anhören kannst.

 

> Podcast bei YouTube

Schriftliches Gespräch

Ausgangspunkt bei dieser Form des Schreibens ist für mich eine Frage, die ich – erst im Herzen, dann schriftlich – in den Raum stelle. Während ich sie zu Papier bringe, spüre ich die Antwort über das Herz in meine Hand und den Stift aufs Papier fließen. Weitere Fragen und Reaktionen darauf tauchen auf, die ich ohne Bewertung und Nachdenken kommen lasse. Der Flow ist entscheidend. Sobald dieser stockt, horche ich in mich hinein, ob noch etwas offen ist. Wenn ja, gehe ich dem nach. Wenn nicht, bedanke ich mich für die Antworten und beende das Gespräch.

Ins Tun kommen

Erst jetzt – im Nachhinein – lese ich mir den Text durch, unterstreiche wichtige Aspekte, notiere mir das eine oder andere gesondert und komme ins Tun. Oft erhalte ich auf diesem Weg Handlungsanweisungen à la »Mache jetzt folgenden Schritt: in den Wald gehen, Glaubenssatz x auflösen, mit dem Emotionscode Blockade y bearbeiten etc.« Ich nehme die Impulse hundertprozentig ernst. Sie sind seit Langem mein bester Therapeut! Dieser Weg funktioniert für mich, weil ich mir in den letzten zwanzig Jahren eine Fülle von Heil- und Therapiemethoden angeeignet habe, angefangen vom systemischen Aufstellen über NLP bis hin zum radiästethischen Heilen.

Das steckt auch in meinen Büchern

Blick in einen aufgeschlagenen Timer mit eingetragenen Terminen | Das Foto stammt von Pixabay
Foto: pixabay.com

Vielleicht verblüfft dich das: Viele dieser Methoden und Handlungsweisen sind in meine Romane miteingeflossen, vor allem in die Bände zwei bis vier der Seelenreise-Reihe. Ich habe sie so in die Story eingewebt, dass du sie nur dann erkennst, wenn du als Leserin bzw. Leser offen bist für derartige Themen. Und genau weißt, wie du sie ausmachst. Für alle anderen Leserinnen und Leser schreibe ich eine spezielle Art von Engel- und Drachen-Fantasy …

Anwendung beim Romanschreiben

In der von mir geschilderten Form ist Schreiben für mich ein heiliger Akt. Das ist mir erst in den letzten Monaten voll und ganz bewusst geworden, auch wenn ich in all meinen Werken stellenweise mit dieser Methode des »meditativen Schreibens« gearbeitet habe. Das waren meist die Momente, an denen die Handlung stockte und wo ich über die Fortsetzung der Story bzw. die Weiterentwicklung von Figuren »nachdachte«. Ich bin raus aus allen Schreib- und Autorenprogrammen, die ich für die reine Autorenarbeit keinesfalls missen möchte, weg von der Tastatur hin zum Notizbuch und dem Stift, mit denen ich mich für eine übergeordnete Weisheit geöffnet habe. Ich bekam dann quasi »diktiert«, wie es weitergeht.

Meditatives Schreiben in Kurzform

  1. Störungen ausschalten
  2. Kurzmeditation zur Zentrierung
  3. Zettel bzw. Notizbuch und Stift
  4. Frage in den Raum stellen
  5. Antworten empfangen und notieren
  6. Das Gespräch fließen lassen
  7. Ernstnehmen
  8. Würdigen
  9. Umsetzen

Das Würdigen ist meiner Erfahrung nach ein zentraler Akt dieser Methode. Nur was wir zu schätzen wissen, kommt weiter zu uns und dient uns, damit wir der Welt dienen können.

Das sind die Themen der nächsten Beiträge zur Blogreihe »Spiritualität in meinem Alltag«:

  1. Einführung ins Thema »Spiritualität«
  2. Die Wurzeln meiner Spiritualität
  3. Heutige Quellen meiner Spiritualität
  4. Heiliger Akt des Schreibens
  5. Bedeutung der Selbstliebe
  6. Ich bin das ich bin
  7. Spirituelle Bedeutung des Waldes
  8. Kryon
 /></body></html>

Kommentar schreiben

Kommentare: 0