· 

[Ahnen #3] Kann ich meine Ahnen heilen?

Hände umfassen einander, sodass ein Zusammenhalt von alt und jung symbolisiert wird.
Foto: pixabay.com

Nichts ist in Stein gemeißelt. Alles ist Energie, und damit zugleich veränderlich. Unsere Gedanken nehmen Gestalt an und formen unsere Zukunft. Genauso, wie wir ins Morgen und Übermorgen hineinwirken, können wir auch unsere Vergangenheit »beeinflussen«. Du glaubst mir nicht? Dann bleib hier im Blogbeitrag.

Lass mich dir ein Beispiel erzählen: Stell dir eine Familie vor, in der schon seit Generationen der Vater immer relativ früh seine Frau und die Kinder »verlässt«, mal trennt er sich tatsächlich von seiner Familie, mal ist er nicht aus dem Krieg zurückgekommen oder durch einen tragischen Unfall gestorben. Gleich ist über alle Generationen dieser Familie, dass die Mütter ihre Kinder alleine aufziehen — ohne einen Partner an ihrer Seite.

Nun möchte in dieser Beispielkonstellation eines der Kinder einen anderen Schicksalsweg einschlagen. Entweder verzichtet es komplett darauf, jemals zu heiraten, oder ...? Gibt es überhaupt ein Oder? Genau darum geht es in diesem Beitrag.

Du bist eher ein auditiver Mensch? Mit einem Klick auf das Bild kommst du zum ergänzenden Podcast, den du dir bei YouTube anhören kannst.

 

> Podcast bei YouTube

Familienaufstellungen

Eine Möglichkeit wäre, nach den Ursachen dieses Familienschicksals zu forschen und diese in die Heilung zu bringen. Eine der Methoden, die mir dazu spontan einfallen, ist die sogenannte Familienaufstellung. Ich kenne und nutze sie selbst seit über 15 Jahren, um Familienthemen zu lösen.

Es gibt verschiedene Methoden des Familienstellens. Am bekanntesten dürften die Ansätze nach Bert Hellinger oder Virginia Satir sein. Es gibt aber auch schamanische Aufstellungen, und gerade neulich habe ich an einer Aufstellung teilgenommen, die auf den Bindungstheorien des kanadischen Forschers Dr. Gordon Neufeld (Link zu seiner Website) basiert. Dadurch ließen sich zum Beispiel frühkindliche Themen und Traumata gut sichtbar machen und in die Heilung bringen.

Virginia Satir und Bert Hellinger

Alte Schriften, Fotos und ein Federkiel
Foto: pixabay.com

Virginia Satir hat in den 1960er Jahren die sogenannte »Familienskulptur« entwickelt, die ich während meiner NLP-Ausbildung (2012/2015) kennengelernt habe. Sie dient in erster Linie dazu, Familienstrukturen sichtbar zu machen, sodass im Rahmen einer Therapie dann an den Konflikten gearbeitet werden kann. (Quelle: Wikipedia)

Hellingers »Familienaufstellungen« sind ein wenig anders. Hier werden aus einer Gruppe einander zumeist fremder Personen die Mitglieder einer Familie stellvertretend aufgestellt und dann durch gezielte Fragen des Aufstellungsleiters herausgearbeitet, wie sich die einzelnen Personen an ihrem Platz im Zusammenhang mit den anderen Familienmitgliedern fühlen. (Quelle: Wikipedia) Laut Wikipedia seien Hellingers Aufstellungen zielneutral. Ich selbst habe es aber immer wieder erlebt, dass die konfliktgeladene Ursprungsanordnung einer solchen Aufstellung in ein heilsames Schlussbild überführt wird, das dann im Nachgang zur Aufstellung im Familiensystem seine heilende Wirkung entfaltet.

Vergebung

Ein weiterer wichtiger Ansatz, um die Ahnenlinie in die Heilung zu bringen, ist Vergebungsarbeit. Ich persönlich verwende dafür sehr gerne die Methode des Ho’oponopono. Normalerweise nutzt man in unserem westlichen Sprachraum vier kurze Sprachformeln, um Vergebung zu bewirken. Sie stammen — laut Wikipedia — von Stanley Hew Len und lauten: »Ich liebe dich. Bitte vergib mir. Es tut mir leid. Danke.« Das singt oder spricht man dann wie ein Mantra mehrfach hintereinander.

Ich persönlich arbeite mit einer abgewandelten Version, nämlich einer erweiterten Formel, die auf den Begriff des »Leids« (»Es tut mir leid«) verzichtet, und kombiniere das mit dem Einsatz radiästhetischer Pendel, sodass ich direkt auf der energetischen Ebene arbeite. Die von mir genutzte Formel hat Brigitta Schmidt entwickelt und man erfährt sie in ihren Pendel-Seminaren, an denen ich seit 2013 regelmäßig teilnehme. (Link zu ihrer Website)

Körperliche Heilarbeit

Weiterhin ist es in meinen Augen wichtig, auch alte, aus der Ahnenlinie übernommene Traumata auf der körperlichen Ebene zu heilen. Dafür eignen sich unterschiedliche Methoden, die ich hier kurz anführen möchte:

  • Arbeit mit dem inneren Kind, z.B. mit dem Buch »Das Kind in dir muss Heimat finden« von Stefanie Stahl
  • Kinesiologie
  • Emotionscode nach Nelson Bradley
  • Weiches Atmen nach Lea Hamann
  • Recollective Healing & The Reconnection nach Eric Pearl

Es gibt mit Sicherheit weit mehr Möglichkeiten. Dies sind die, die ich selbst ausprobiert und als hilfreich empfunden habe.

Zusammenfassung

Mir ist es wichtig zu betonen, dass wir heute, so wie wir leben, die Gedanken, Werte, Taten und auch genetischen Dispositionen zu bestimmten Krankheiten unserer Ahnen in uns tragen. Wir können uns als Opfer dieser Situation betrachten — oder mit ihr in Frieden kommen und bestimmte Themen, die uns belasten, in die Heilung bringen. Meiner Meinung nach sollte das stets wertschätzend und respektvoll geschehen, denn unsere Ahnen haben zu ihrer Zeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes gegeben. Natürlich mag es Ausnahmen aufgrund von psychischen und geistigen Krankheiten gegeben haben. Aber auch dann gilt es, dies anzunehmen und heute den Knoten für sich selbst zu lösen. Das führt uns im Hier und Jetzt in unsere Kraft und ermöglicht unseren Kindern und Kindeskindern eine ganz neue Welt und ein ganz neues (Er-)Leben. Genau darum geht es im Jahr 2020, wie es von Astrologen, wie z.B. von Silke Schaefer (Link zu ihrer Website), immer wieder betont wird.

Ausblick

Für den weiteren Verlauf der Reihe habe ich diverse Themen angedacht, darunter die folgenden:

Dies mag für heute als Überblick dienen, den ich im Verlauf des Jahres aktualisieren, ergänzen und ausführen werde. Wenn dir weitere Themen und Aspekte wichtig sind, hinterlass mir gerne einen Kommentar.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0