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[Ahnen #2] Was haben meine Ahnen mit mir zu tun?

Hände umfassen einander, sodass ein Zusammenhalt von alt und jung symbolisiert wird.
Foto: pixabay.com

Herzlich willkommen zu meiner neuen Blogreihe für das Jahr 2020. Ich werde auf Spurensuche gehen und, wenn du magst, darfst du mich gerne begleiten. In allen Blogbeiträgen werde ich mich mit dem Thema »Ahnen« befassen. Auch ein Schreibprojekt soll daraus entstehen, bei dem ich dich von Anfang an mit einbinden möchte.

Das Thema »Ahnen« ist im vergangenen Jahr eher »zufällig« zu mir gekommen. Ich hatte nicht vor, mich genau damit zu beschäftigen — und dennoch will das Thema von mir behandelt werden. Ich traf es letzten Sommer auf meiner großen Reise nach Kanada. Auslöser waren die Gespräche mit meiner Schwester, die mich haben spüren lassen, wie begrenzt meine persönliche Wahrnehmung der Geschichte meiner, ihrer, unserer Ahnen ist. Obwohl wir beide zur selben Zeit in der selben Familie aufgewachsen sind, haben wir unsere Eltern und Großeltern gänzlich anders erlebt.

Ja, ich weiß, dass das vollkommen normal ist — in der Theorie. Und doch hat es für mich einen großen Unterschied gemacht, mein Erstaunen auf all das Noch-nie-Gehörte wahrzunehmen.

Du bist eher ein auditiver Mensch? Mit einem Klick auf das Bild kommst du zum ergänzenden Podcast, den du dir bei YouTube anhören kannst.

 

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Was haben meine Ahnen erlebt?

Das war der Punkt, an dem mir die Bedeutung unserer Vergangenheit deutlich ins Bewusstsein getreten ist. Wir schauten uns Bilder von Großeltern, Urgroßeltern und noch früheren Vorfahren an. Meine Schwester erzählte mir Episoden, an die sie sich erinnerte, ich nicht. Ich spürte, dass es wichtig ist zu sehen, wirklich aus dem Herzen heraus wahrzunehmen, wo komme ich her? Wo sind meine Wurzeln? Wer sind meine Vorfahren? Welche Geschichte haben sie miterlebt? Welche konkreten Ereignisse sind möglicherweise über die Ahnenkette bis heute zu mir — und über mich in meinen Nachkommen aktiv? Was macht das mit mir, mit uns, mit meinen Kindern?

Erlebte Geschichte

Alte Schriften, Fotos und ein Federkiel
Foto: pixabay.com

Hier taucht für mich zum ersten Mal der Begriff der »Geschichte« auf. Wenn es wichtig ist, das Leben meiner Vorfahren zu betrachten, dann ist es auf der anderen Seite ebenso wichtig, die Geschichte des Landes und des Kontinents anzusehen, auf dem diese Menschen gelebt haben. Was hat sie geprägt? Wie haben sie gedacht und empfunden? Was ist als »Familientradition« bis zu mir weitergegeben worden?

Die Vergangenheit ist wichtig

Irgendwann im Laufe des letzten halben Jahres habe ich diese Erkenntnis kurz in den sozialen Netzwerken angedeutet. Eine Reaktion, über die ich immer wieder nachdenke, war, »Was geht mich der alte Rotz von gestern an? Ich lebe heute und mich interessiert nur die Zukunft — für mich und meine Kinder.« Ich kann das durchaus verstehen, und doch spüre ich, dass die Vergangenheit wichtig ist für das Heute und Morgen. Mein Gefühl sagt mir, dass ein komplettes Ausblenden in gleicher Weise einen Teil des eigenen Lebens verdeckt.

In der Vergangenheit liegen unsere Wurzeln

Energetisch betrachtet — damit beschäftige ich mich seit rund dreißig Jahren —, sind wir eine Kette, die sich aus unseren Wurzeln speist. Unsere Lebenskraft, unser Sein basiert auf dem, was wir von unseren Vorfahren mitbekommen haben. Wer schon einmal an einer Familienaufstellung teilgenommen hat, kennt den Unterschied, wenn ein Familiensystem auseinandergerissen ist und in Disharmonie zueinander steht — und wenn die Familie in der (göttlichen) Ordnung hintereinander aufgebaut ist. Wenn die Urgroßeltern die Großeltern stützen, die Großeltern die Eltern und schließlich die Eltern die Kindergeneration usw. Wenn alle Konflikte gelöst sind und die Energie frei fließen kann. Das ist unvergleichlich! Und es hat definitiv spürbare Auswirkungen auf das reale Leben in dieser Familie, unabhängig davon, ob Personen noch am Leben oder bereits verstorben sind.

Ausblick

Für den weiteren Verlauf der Reihe habe ich diverse Themen angedacht, darunter die folgenden:

Dies mag für heute als Überblick dienen, den ich im Verlauf des Jahres aktualisieren, ergänzen und ausführen werde. Wenn dir weitere Themen und Aspekte wichtig sind, hinterlass mir gerne einen Kommentar.

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