Jedes Buch hat eine Geschiche

Und – glaubst Du auch, dass ich zwei Bücher gleichzeitig schreibe? Meine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken – Instagram, Facebook, Twitter und Google+ – könnten genau diesen Eindruck erwecken. Denn an Ostermontag erscheint der Kurzgeschichten-Sammelband »Träume, die im Regen splittern« und im Mai — wenn alles nach Plan läuft — der dritte Band der Seelenreise-Reihe. Ich bin vielseitig und als hauptberufliche Autorin mit mehr Zeit fürs Schreiben gesegnet als manch ein Kollege, der sich seine Schreibzeit mit einem Brotberuf teilen muss. Doch zaubern kann auch ich nicht.

»Träume, die im Regen splittern« ist eine überarbeitete Neuauflage eines älteren Werkes.

Ich höre schon den entsetzten Aufschrei: »Jetzt jubelt sie uns eine olle Kamelle unter!«

Nein, tut sie nicht. Das versichere ich Dir.

Das Buch kennst Du unter Garantie noch nicht. Die Kurzgeschichten-Sammlung lief nämlich bei einem Verlag unter einem anderen Titel und einem völlig anderen Autorennamen – ohne nennenswerte Verkäufe. 😢

Und so habe ich die Gelegenheit genutzt, dass der Verlag insolvent gegangen und der Vertrag Ende Januar 2017 ausgelaufen ist. Ich überarbeitete die Texte, stellte die Reihenfolge um, suchte gemeinsam mit meinem Rezensenten-Team einen neuen Buchtitel (Danke an euch alle! Ihr habt mir sehr geholfen.) und fand anschließend auf einem Premade-Buchcover-Portal ein perfekt passendes Kleidchen für das Buch. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Entstehungsgeschichte

Die Originalausgabe von 2012
Die Originalausgabe von 2012

Die Texte des Sammelbandes habe ich zwischen 2003 und 2013 geschrieben. D.h. ganz zu Anfang meiner Autorenlaufbahn. Und im Unterschied zu meinen Romanen habe ich in den Texten auch persönliche Erfahrungen oder Themen angeschnitten.

Angeschnitten, nicht aufgearbeitet! Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Nur mit Abstand aus jahrelanger Distanz, Therapie, Familienaufstellungen und viel Selbstreflektion in meterlangen Tagebuch-Regalreihen konnte ich so manches Thema des Buches zu Papier bringen, ohne meine Leser und Leserinnen als Therapeuten zu missbrauchen.

Außerdem sind Kurzgeschichten (siehe meinen letzten Blogbeitrag dazu) genau das richtige Medium, um Alltägliches aufs Wesentliche destilliert abzubilden. Auf zwei oder drei Buchseiten besteht nicht die Gefahr, ins Schwafeln zu geraten.

Weitere Kurzgeschichten und Erzählungen entstanden während meines dreijährigen Fernstudiums an der Schule des Schreibens: zwischen 2008 und 2011. Die beiden Märchen sind die jüngsten Texte. Sie habe ich als Metaphern während meiner Ausbildung zum NLP-Practitioner verfasst und im Zuge des Überarbeitens für den Sammelband in stilechte Märchen überführt. (Zu den Fachbegriffen »Kurzgeschichte, Märchen und Erzählung« empfehle ich dir diesen älteren Blogbeitrag.)

Allen Texten gemeinsam ist, dass ich sie bis zu dreißigmal überarbeitet habe, bevor sie eine Testleserin gegengelesen hat. Erst danach habe ich sie ins Lektorat gegeben. Und auch jetzt – weitere fünf Jahre später – habe ich die Geschichten noch mal nachjustiert, wenn es mir notwendig erschien.

Auszeichnung

Unter ihrem alten Titel hat die Sammlung eine ganz besondere Auszeichnung erhalten: Sie hat den SpannungsTÜV SoS von Katharina Gerlach ohne einen einzigen Stolperstein bestanden. Was das bedeutet? Katharina nimmt immer ein Buch mit auf ihren Crosstrainer. Gerät sie beim »Sporteln« aus dem Tritt, weil sie irgendetwas im Lesefluss stört, bezeichnet sie das als »Stolperstein«. Zwei genehmigt sie dem Buch, beim dritten ist Schluss – und das Buch durchgefallen. Meine Kurzgeschichten-Sammlung war das erste Werk, das diesen Test fehlerlos bestanden hat. Also: Spannung ist garantiert, auch auf wenigen Seiten und bei aufs Äußerste komprimierten Texten.

Alle Blogbeiträge zum Thema:

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