Warum es sich lohnt, dankbar zu sein

Pflaumen und Pflaumengelee in einem Stilleben arrangiert
Foto: © Romi/pixabay.com

In den letzten Wochen ist es mir wieder extrem aufgefallen: So viele Menschen in meinem Umfeld sind mit ihrem Leben unzufrieden und hadern mit ihrem Schicksal. Kein Geld, kein Partner, zu viel Arbeit, Schmerzen und was es noch für Gründe gibt, schlecht drauf zu sein. Soll ich Dir was gestehen? Bis vor ein paar Jahren habe ich auch dazugehört. Ich lebte nach dem Motto »Nächstes Jahr wird alles besser«. Und? Wurde es besser? Nein, nicht die Bohne. Im Gegenteil. Die Spirale drehte sich immer weiter abwärts.

Und dann entdeckte ich die Magie der Dankbarkeit. Darüber habe ich schon mal einen Blogbeitrag geschrieben, dennoch halte ich es für sinnvoll, hier und jetzt noch einmal davon zu berichten. Denn Dankbarkeit ist ein so wundervolles Geschenk, das kannst Du Dir nicht vorstellen, solltest Du noch im Jammertal Deines Lebens feststecken.

Dankbar zu sein schenkt unglaublich viel Freude und Energie. Das ist absolut faszinierend — und dabei so einfach. 😀

Es kann nur besser werden, oder?

Wenn Dir Dein Leben, so wie es im Augenblick ist, nicht gefällt, dann hilft es nicht, darauf zu warten, dass das Schicksal/dein Partner/deine Familie/Gott/wer auch immer etwas daran ändert. Du allein bist Deines Glückes Schmied. Du kennst doch den Spruch, oder? Und vielleicht auch diesen: Gott hilft denen, die sich selbst helfen. Denn genau so ist es. Dein Leben liegt in Deiner Hand. DU musst die Änderungen in Deinem Leben anschubbsen. Von DIR muss der Impuls kommen, dann gerät alles ins Rollen — und Du in den Flow. Das erlebe ich gerade selbst.

Änder doch mal die Perspektive

Der erste Schritt dahin ist ganz einfach: Wende Dich von all dem Negativen im Leben ab und betrachte das Positive. Selbst wenn Du heute krank, arm, allein etc. bist, gibt und gab es auch schöne Momente. Du musst sie nur suchen, dann tauchen sie in Deiner Erinnerung wieder auf. Und wenn Du sie siehst, dann halte sie fest, betrachte sie und sag laut und deutlich »Danke« für sie. Das kann ein Bonbon gewesen sein, das Dir als Kind die alte Nachbarin geschenkt hat. Oder ein Streicheln über Deinen Kopf, als Du Dir das Knie aufgeschürft hattest. Oder gestern das Lächeln der Kassiererin, als Du ihr das Geld passend gegeben hast.

Schau nach Momenten, Menschen, Erlebnissen und noch so winzigen Kleinigkeiten, die dein Herz berührt haben und es dadurch wert sind, für sie dankbar zu sein. Ich mache das ganz bewusst jeden Abend vor dem Schlafengehen, denn so schlummere ich mit einem wohligen Strahlen im Gesicht ein. Und wache genauso glücklich wieder auf. Dann ist es eine Freude, um 5.45 Uhr aus den Federn zu hüpfen und »Danke für diesen guten Morgen« zu singen. Ich liebe dieses Lied schon seit meiner Kindheit, aber gepaart mit der Magie der Dankbarkeit bekommt es noch mal einen tieferen Sinn.

Natürlich ist jeder andere schöne Moment genauso wert, für ihn dankbar zu sein. Wenn ich durch die Natur laufe und etwas Wundervolles entdecke, lasse ich mich in meine Freude fallen und bin einfach nur dankbar, genau das genau jetzt erleben zu dürfen. So war es, als ich neulich mitten im Wald das YingYang-Zeichen entdeckte, das Du rechts auf dem Foto siehst. Irgendjemand hatte es aus Steinen, Moos und Holz in liebevoller Arbeit auf dem Weg ausgelegt. Ich war überwältigt, strahlte — und habe es schließlich fotografiert, um es für mich zu bewahren und mit Dir zu teilen.

Sei im Fluss statt im Kampf

Weswegen ich Dir noch einmal von all dem erzähle? Weil allein durch Dankbarkeit gerade so viel Schönes in meinem Leben geschieht, dass ich zum ersten Mal einen wirklich großartigen Flow erlebe, den ich Dir genauso wünsche. Niemals hätte ich mir früher geträumt, so etwas zu erleben. Ich habe immer für alles kämpfen müssen — und erreichte doch nie mein Ziel. Außer dass ich erschöpft und ausgebrannt war.

  • Heute dagegen werden meine Bücher gekauft und gelesen. Zum ersten Mal erreiche ich mühelos Sichtbarkeit und tolle Rezensionen. Das ist für eine hauptberufliche Autorin ein wundervolles Geschenk, für das ich wirklich dankbar bin. Jeden Tag, jede Stunde und jede Minute. Ich singe es sogar, wenn ich meine tägliche Walkingrunde mache.
  • Veranstaltungen, Lesungen und Werbung für meine Bücher kommen zu mir. Ich erhalte Anfragen, ob ich Lust hätte oder bereit wäre, hier zu lesen oder dort ein Interview zu geben. Noch vor einem Jahr musste ICH mich darum bemühen …
  • Ohne Schwierigkeiten ist es mir in den letzten Monaten gelungen, fast zwanzig Kilogramm abzunehmen und wieder deutlich fitter zu werden. Ich hatte mich in den vergangenen Jahren damit abgefunden, dass »frau« nach Schwangerschaft und in den Wechseljahren nun mal dicker und träger wird. Zumindest versuchte ich, mich davon zu überzeugen. Bis ich anfing, für meine Gesundheit und meinen Körper dankbar zu sein. Plötzlich spürte ich, dass all die vielen Pfunde, die ich jahrelang mit mir herumgetragen hatte, alles andere als gesund waren. Vor allen Dingen nicht die Folgeerkrankungen, unter denen ich zunehmend litt.

Der Fokus ist wichtig

Es lohnt sich wirklich, dankbar zu sein — und damit den Fokus weg vom Negativen hin zum Positiven, zum Schönen und Wertvollen in Deinem Leben zu richten. Denn Du bekommst immer mehr von dem, um das sich Dein Denken, Fühlen und Handeln dreht. Wenn Du ausschließlich mit den Minuszeichen um Dich herum beschäftigt bist, werden Dir weitere Säcke voll davon geliefert. Schließlich ist es ja das, was Du möchtest, sonst würdest Du nicht ständig daran denken.

Die einzige Möglichkeit, das zu ändern, ist, DICH zu bewegen. Das kannst nur Du allein. Dreh Dich um. Tritt einen Schritt zu Seite und sieh das eine winzig kleine Plus in Deinem Leben. Die Blume, die in all der sumpfigen Schlacke um Dich herum blüht. Freu Dich daran und tauche ein in die Dankbarkeit. Dafür reicht es, ganz bewusst mehrfach — mindestens drei Mal hintereinander — das Wort »Danke« zu sagen. Am besten laut, sodass Du es hören kannst. Falls es Dir peinlich ist und Du keinesfalls möchtest, dass Dich jemand belauscht und für verrückt hält, dann geh in den Keller oder aufs Klo. 😬 Also dorthin, wohin Dir keiner folgt. Hauptsache, Du machst den ersten Schritt.

Probiere es aus.

Was hast Du zu verlieren? 🤔 Genau, Du kannst nur gewinnen.

Ich wünsche Dir das Beste und freue mich auf Deine Zukunft mit der Dankbarkeit.

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Kommentare: 3
  • #1

    Emilia Herr (Mittwoch, 05 Oktober 2016 17:02)

    Welch wundervoller Aufsatz, der so sehr ermutigt! Die kleinsten Erlebnisse können aufbauen.

  • #2

    Farbenfreundin (Donnerstag, 06 Oktober 2016 15:47)

    Ach wie schön das beschrieben ist! Ja, Du hattest mich schon einmal daran erinnert und ja, es leuchtet ein. Während einer Woche Retreat mit QiGong war ich auch ganz im Fluss und merkte, wie sehr ich blockiert bin. Mein Unwillen und die Aversion gegen den Alltag zeigte sich in einer störrischen Haltung. Hm, damit wird auch das Gute blockiert.

    Nun versuche ich jeden Tag mit QiGong und Meditation der Dankbarkeit Raum zu geben und in Fluss zu sein. Ohmmm.

    Dankeschön!

  • #3

    Kari (Freitag, 07 Oktober 2016 09:34)

    Hallo Emilia,

    das höre ich sehr gerne