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[Seelenreise #3] Die beste Freundin rückt in den Mittelpunkt

Die drei Bände der Seelenreise-Reihe
Die drei Bände der Seelenreise-Reihe

Meine Seelenreise-Reihe ist noch nicht zu Ende erzählt. Bislang habe ich Christianes Erlebnisse geschildert, direkt gefolgt von Patricks Sicht der Dinge. War den meisten Lesern_innen Christianes beste Freundin Mia am Anfang sehr sympathisch, sozusagen als bodenständiger Gegenpart zur schillernden Hauptfigur, hat sich das spätestens im zweiten Teil der Reihe — in »Liebe auf Schamanisch« — deutlich gewandelt. Mia wurde zu einem Buch mit sieben Siegeln. Warum reagiert sie so stur? Warum spricht sie nicht mit ihrer Freundin? Warum zeigt sie Christianes Freund sofort an? Das geht doch nicht.

Nein und ja. Es geht — und wiederum auch nicht. Mia hat ihre ganz persönlichen Beweggründe, und auf die gehe ich nun im dritten Teil der Reihe genauer ein. Hier wird Mia im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, sodass ich sie plastisch werden lassen kann. Genau so wie mir das mit Christiane und Patrick in den vorangegangen Bänden gelungen ist. Außerdem macht sich auch Mia in diesem Teil der Reihe auf die Suche nach einem Partner. Schließlich sind meine Romane immer noch im Grunde ihres Wesens Liebesromane, in denen es um das eine große Thema geht: um die Liebe. Allerdings nicht nur um die Liebe zum »Traumpartner«, sondern auch um die Liebe zu sich selbst.

Liebst Du Dich selbst?

Gerade im zweiten Band, in der Geschichte um Patrick, wird sehr schön deutlich, dass die Liebe zu sich selbst die Voraussetzung dafür ist, auf einen Partner eingehen zu können. Im Umkehrschluss bedeutet das, wenn ich keinen Partner finde, ständig Ärger in einer Beziehung habe oder immer wieder sitzen gelassen werde, dann liegt es auch (aber nicht nur) an meiner Einstellung zu mir. Liebe ich mich selbst so, wie ich bin? Sage ich zu hundert Prozent Ja zu mir selbst? Ohne Mäkeln oder Kritik? Erfülle ich mir selbst meine Bedürfnisse oder erwarte ich das von meinem Partner oder meiner Partnerin? Kann ich mich vor den Spiegel stellen, mich ansehen und mir selbst mit einem Lächeln sagen: »Ich liebe dich«?

Gar nicht so einfach, zu sich selbst zu sagen: »Ich liebe dich.« Aber es wirkt Wunder. [click & tweet]

Kannst Du das? Hast Du das schon mal probiert? Falls nicht, gestehe ich Dir, dass es absolut nicht einfach ist. Es gehört ganz schön viel Mut dazu, sich selbst mit allen Fehlern, Makeln und Schwächen zu lieben. Ich habe lange dafür gebraucht. Jahre, um ehrlich zu sein. Wie so viele Frauen war ich beinahe ewig davon überzeugt, zu dick, zu hässlich und null attraktiv zu sein. Und dann war ich auch noch intelligent und bekam von einem Personaler ins Gesicht gesagt, zu klug für Vorgesetzte zu sein. BAMM. Das hatte endgültig gesessen. Daraufhin habe ich mich klein gemacht, bis ich nahezu unsichtbar war. Im wahrsten Sinn des Wortes.

Was Patrick in »Liebe auf Schamanisch« durchmacht, kenne ich also aus eigener, wenn auch anderer Erfahrung. Aber genau wie er bin ich aufgestanden und habe angefangen, mich selbst so zu lieben, wie ich bin.

So geht es weiter im dritten Band der Reihe

Das ist eines der Dinge, die auch Mia im dritten Teil der Reihe lernen darf. Allerdings auf vollkommen andere Weise als Christiane und Patrick. Engel oder Drachen gibt es in ihrem Leben nicht; das ist in ihren Augen alles Quatsch. Also muss ich bei ihr anders vorgehen, und das macht mir einen riesigen Spaß.

Seit Anfang Dezember 2015 habe ich an Band drei geplottet und schließlich Mitte Januar 2016 beschlossen, dass ich genug geplant und strukturiert habe. Ran ans Schreiben! Die Geschichte, die nun aus meinen Fingern in die Tasten fließt, überrascht mich zum Teil selbst. Die Figuren entwickeln ein Eigenleben, ganz besonders seitdem Mias Gegenspielerin dank eines Facebook-Gewinnspiels einen Namen erhalten hat, der sie für mich unglaublich plastisch werden lässt: Claire. Jetzt kann ich mich auch mit anderen Themen befassen, die mir in Anbetracht unserer modernen Gesellschaft wichtig erscheinen. Ich sage nur »Scheidung« und »Patchworkfamilien« …

Und Tschüss!

Ich bin sehr gespannt, wohin mich die Reise mit Mia führen wird. Die Handlung ist zwar in groben Zügen angelegt, aber auch wieder nicht so genau durchgeplant, dass ich keinen Platz für neue Entwicklungen hätte. Ich freue mich auf Eingebungen und Anregungen von außen und innen.

In diesem Sinn mache ich mich wieder ans Schreiben — und tauche ab im dritten Band der Seelenreise-Reihe, damit das Rohmanuskript zum 30. April 2016 steht.

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