[#fbm15] (M)Ein grandioser Tag in Frankfurt

Für alles gibt es ein erstes Mal. In diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse war es für mich der Besuch an einem Publikumssamstag. Normalerweise war ich in den letzten mehr als zwanzig Jahren, die ich beruflich auf der FBM zu tun hatte, immer an den Fachbesuchertagen vor Ort gewesen. Natürlich aus dem naheliegenden Grund, dass ich in aller Ruhe durch die Reihen der Verlage stiefeln wollte, um meine Recherchen bzw. Fachgespräche mit Verlagsvertretern führen zu können.

Und falls Ihr Euch wundert: Ich bin bereits seit 1993 in der Verlagsbranche tätig, davon zwanzig Jahre bei Springer Gabler in Wiesbaden, seit wenigen Jahren jetzt als freiberufliche Autorin. Und in dieser Funktion ist es notwendig, mit Lesern_innen in Kontakt zu kommen. Und die sind nun mal überwiegend am Publikumswochenende vor Ort.

Auf ins Getümmel

Und so schwang ich mich am Samstagvormittag mit zwei Bücherkisten und einem Roll up ins Auto und machte mich auf den Weg nach Frankfurt. Hatte ich noch befürchtet, auf der Autobahn in einen Stau zu geraten, war die Zufahrt zur Messe extra für mich freigeräumt. ^^ Anders der Weg durch das gesamte Messegelände zur Halle 3.0, in der die Selfpublisher angesiedelt waren. Ich habe doch tatsächlich 45 min von der Bushaltestelle vor Halle 10 bis ins Zentrum des Geschehens gebraucht. Mit Rollkoffer, vollgestopft mit 25 Exemplaren meines »Schamanen«, Roll up und Messe-Versorgungs-Rucksack mit so lebensnotwendigen Utensilien wie Wasserflasche, Snacks, Autogrammkarten und Goodies. Ich glaube, ich sah ein bisschen überladen aus, aber das hat meine gute Laune und meinen Rücken nicht gestört.

Meet & Greet bei BoD

Kari Lessír während des Meet & Greet auf der FBM15
Kari Lessír neben dem Roll up zur Seelenreise-Reihe beim Meet & Greet auf der FBM15

Auf der Suche nach dem Stand von BoD, an dem ich um 13 Uhr ein Meet & Greet hatte, stolperte ich gleich als erstes über einen Kollegen aus meinem NLP-Master-Kurs: den Coach, Schauspieler und Autor Bert-Udo Koch. Ein nettes Gespräch später war ich dann endgültig auf Kurs zu BoD — und ließ mich auch nicht mehr abbringen. ^^

Schon bald erspähte ich die runde Dachkonstruktion. Wie schon in Leipzig hatte BoD auch hier einen großen Eckstand und räumte meiner Autorenkollegin Kathrin Schröder und mir einen Bereich direkt am Gang ein, an den wir uns postierten. Ich lenkte mit meinem Roll up die Aufmerksamkeit auf uns, während wir die vorbeiflanierenden Leser im Blick hatten. Sobald jemand Interesse signalisierte, sprachen wir ihn an.

Das Konzept ging auf: Wir verteilten Autogrammkarten, Taschen (Kathrin Schröder), Anstecknadeln (ich) und verkauften Bücher in großer Zahl. Die Leser und Leserinnen waren total offen und interessiert. Natürlich wollten alle ihr Buch signiert haben, manche fragten dann noch nach einem gemeinsamen Foto. Klar haben wir das dann auch gemacht. Warum denn nicht? Dafür sind wir doch auf der Messe!

Selfpublisher müssen sich vernetzen

Teilweise haben sich aus den Verkaufsgesprächen richtig nette persönliche Unterhaltungen ergeben, bei denen ich mir fast sicher bin, dass ich von den Lesern_innen noch mal was höre. Vielleicht sieht man sich sogar mal privat auf einen Kaffee.

Natürlich bin ich auch nach meinen Erfahrungen als Selfpublisherin gefragt worden. Die gebe ich gerne weiter: Ich habe nur positive Erfahrungen gemacht. Ich habe zwar deutlich mehr Arbeit als ein Verlagsautor, der sein Manuskript schreibt, zum Termin X abliefert und dann war’s das. Doch dafür macht diese Basisarbeit auch unheimlich viel Spaß. Besonders wenn man dann noch unterstützt wird von einer PR-Managerin (O-Ton Tanja Rörsch: »Pressetante«), die einem manchen Weg ebnet, an dem ich bislang gescheitert bin.

Als Selfpublisher ist es wichtig, sich zu vernetzen und gemeinsam aufzutreten. Sonst hat man nur wenig Chancen — oder muss deutlich mehr Kraft investieren. Leider ist Qindie, die Autorenvereinigung, in der ich zu Hause bin, nicht auf der FBM vertreten, sonst hätte ich mich mit Sicherheit dort wieder eingebracht. Aber so werden wir in Leipzig einen gemeinsamen Stand betreiben und die Messe rocken. Da hatte das Autorensofa hier in Frankfurt eindeutig die Nase vorn. Was die Mädels plus ein Mann gestemmt haben, war WELTKLASSE!

Mein persönliches Fazit

Was nehme ich aus der diesjährigen Frankfurter Buchmesse für mich mit?

  1. Ich kann Menschen ansprechen und für mein Buch begeistern.
  2. Ich kann mich in Menschenmassen aufhalten, ohne Probleme zu bekommen. Allerdings muss ich dafür genau die Schutzmechanismen anwenden, die ich in meinem Roman »Liebe auf Schamanisch« vorstelle. Ich dachte mir vor meinem Messebesuch, was Patrick im Buch hilft, sollte auch mir als seiner »geistigen Mutter« nützlich sein. Auf den letzten Buchmessen bin ich nämlich immer ungeschützt durch die Reihen gelaufen und wurde von den vielen fremden Energien jedes Mal komplett ausgesaugt. In diesem Jahr blieb ich in meiner Kraft, bis ich wieder zu Hause war. Energetischen Schutz für sensible und hochsensible Menschen kann ich definitiv empfehlen. Falls Ihr dazu noch mal Input braucht, schreibt mir das doch als Kommentar. Ich formuliere dazu gerne einen Blogbeitrag.
  3. Meine positive Stimmung kommt bei meinem Gegenüber an. Super! So soll es sein.

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