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[Social Media] Twitter und kein Ende

Foto: pixabay.com
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Im Oktober vergangenen Jahres ließ ich mich zu einem unbekannten Abenteuer verführen. Moment, ich überlege gerade: Ist es nicht gerade das Wesen eines Abenteuers, dass man neues Terrain betritt? Nun, wie dem auch sei. Nach einem Kurzvortrag über Twitter bei einem Netzwerktreffen wollte ich dieses ›Abenteuer‹ einfach mal ausprobieren — und bin seitdem dabei geblieben.

... und führe mich nicht in Versuchung

Die ersten Schritt bei Twitter waren noch sehr ungewohnt. Bislang war ich nur bei Facebook und Google plus aktiv gewesen. Beide Systeme sind — bei allen Unterschieden — vom Prinzip her recht ähnlich. Bei Facebook habe ich nur eine Fanpage für meine Autorentätigkeit, die ich locker und ein wenig persönlich bestücke, bei G+ habe ich neben der Autorenseite zusätzlich noch ein privates Profil. Das bedeutet in der Praxis, dass ich die FB-Postings für G+ unterteile. Reine Autoreninhalte gehen bei G+ auf die Autorenseite, eher private Postings auf das persönliche Profil.

Twitter ist ... Twitter

Twitter jedoch ist ganz anders und will seine Inhalte auch anders serviert bekommen. Das beginnt bereits mit den nur 140 Zeichen, die zur Verfügung stehen. Und wenn man mit Bildern oder einem Weblink postet, reduziert sich die Zeichenzahl zusätzlich. Doch in der Kürze liegt ja bekanntlich die Würze, und an die habe ich mich schnell gewöhnt. Viel spannender war die Frage, was ich auf Twitter poste. Am Anfang habe ich vieles ausprobiert. Inzwischen habe ich, so glaube ich zumindest, eine ganz gute Mischung gefunden. Auf Twitter selbst teile ich sehr viel von anderen Twitterkanälen, deren Beiträge nur in Ausnahmefällen auch auf meinen FB- und G+-Seiten auftauchen, wenn sie inhaltlich dorthin passen.

Struktur ist gefragt

Um auf Twitter den Überblick zu behalten, habe ich meine Follower und die Personen, denen ich folge, in diverse Listen eingeteilt, die ich mir unabhängig voneinander anzeigen lasse. Dazu habe ich Twitter inzwischen komplett aus meinem Browser in ein externes Programm ausgelagert (Tweetdeck), zumindest auf dem Rechner. Am iPhone nutze ich die reguläre Twitter-App. Bisher erschien sie mir für meine Bedürfnisse ausreichend, aber ich lasse mich durchaus eines Besseren belehren.

Falls ich Blogbeiträge auf allen drei Social Media-Kanälen plane, nutze ich Buffer. Dort kann ich die Bedürfnisse und vor allen Dingen die Sprache eines jeden Postings der jeweiligen Plattform anpassen und anschließend einen Termin zur Veröffentlichung setzen. Auch Crowdfire nutze ich für Twitter, aber ob es zwingend notwendig ist, exakt zu wissen, welche Follower zurückfolgen oder nicht, darüber habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet.

Für Twitter gibt es sinnvolle Ergänzungen, die die Kürze und die Vielfalt zu handeln helfen. [click & tweet]

Was fasziniert mich an Twitter?

Aufgrund der diversen Listen habe ich eine wunderbare Mischung an Themen, die mich interessieren — und die ich teile. Sie reichen vom Schreiben und Publizieren (klar, schließlich bin ich Autorin) über Politik, Bloggen, Marketing, Frauen in Familie und Beruf, Spirituelles, Fotografie und vieles mehr. Bei Twitter bekommt man eine große Bandbreite an Themen geboten, die ich sonst nicht so schnell überblicken kann. Den 140 Zeichen sei Dank.

Gedanken am Rande

Natürlich bietet das alles auch die Gefahr, sich darin zu verlieren. Aber wo besteht diese Gefahr in unserer modernen Welt nicht? Es bleibt die Herausforderung eines jeden einzelnen, die neuen Medien zu nutzen, ohne sich dabei selbst ausnutzen zu lassen. Ich rede hier selbstverständlich von Erwachsenen. Bei Kindern — ich habe selbst einen jugendlichen Sohn — sollte man als Eltern da schon ein wenig mehr Struktur bieten, aber das ist ein ganz anderes Thema und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Danke für 1.000 Follower!

Zurück zu Twitter. Warum ich diesen Beitrag schreibe? Weil ich gestern vierstellig geworden bin. Ja, genau, gestern durfte ich den tausendsten Follower begrüßen, über den ich mich riesig gefreut habe, denn alle Kontakte sind ganz natürlich gewachsen, ohne dass ich irgendwelche ›Follower-Generierungs-Apps‹ genutzt hätte (ja, die gibt es!). Dabei habe ich wirklich tolle Leute kennengelernt, die meisten fürs Erste nur virtuell, aber den einen oder anderen durfte ich auch schon im realen Leben treffen, so z.B. im März diesen Jahres auf der Leipziger Buchmesse. Die nächste Gelegenheit wird wahrscheinlich auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober sein. Oder es ergibt sich schon früher etwas. Wir werden (uns) sehen.

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