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Warum werden E-Books geklaut?

Computertastatur mit der Aufschrift "Recht" und "Unrecht"
Foto: pixabay.com

Ich weiß, dass sich zu diesem Thema schon tausend und ein_e Autor_in aufgeregt hat, dennoch will ich meinen Senf ebenfalls dazu geben. E-Book-Piraterie ist kein Kavaliersdelikt. Das ist Diebstahl geistigen Eigentums. Setzt Euch selbst an den PC, plant eine Story, schreibt monatelang jede freie Minute, bezahlt Lektoren und Coverdesigner aus Eurer eigenen Tasche und veröffentlicht selbst. In den Zeiten des Selfpublishings über KDP, Tolino Media und sonstige Dienstleister ist das total einfach. Jeder kann das.

E-Book-Piraterie ist kein Kavaliersdelikt. Das ist Diebstahl geistigen Eigentums. [click & tweet]

Wenn Ihr all diese Schritte gegangen seid, könnt Ihr vielleicht nachvollziehen, dass ich meinen Kopf verwundert darüber schüttle, wie man E-Books klauen und illegal zum Download anbieten kann, die lediglich zwei oder drei Euro kosten. Das ist weniger als eine Packung Zigaretten, eine To Go-Pizza oder ein Mitnahme-Kaffee. Davon ganz abgesehen, dass beim Autor selbst nur Cent-Beträge ankommen.

Robin Hood hat damals die Reichen bestohlen. Das kann man ja noch irgendwie nachvollziehen, aber die abzuzocken, die sowieso keine großen Umsätze machen? Wozu? Nervenkitzel? Ignoranz gegenüber den Rechten anderer? Geiz ist geil-Mentalität?

Musik, Filme, Spiele und E-Books sind heute im Internet erhältlich, aber das bedeutet nicht, dass man sie einfach so klauen kann — frei nach dem Motto, wo keine Verpackung im Laden steht, lange ich hemmungslos zu. In meinem Haushalt gilt die Regel, dass dafür gezahlt wird. Und wenn mein Nachwuchs Musik, Spiele und Filme aus dem Internet will, dann kann er sich das von seinem Taschengeld kaufen. Oder mich fragen ;) Bei den heutigen Dumpingpreisen nun wirklich nicht schmerzhaft.

In diesem Sinne gehe ich jetzt einen Kaffee trinken, den ich bezahle, und wünsche Euch noch einen schönen Tag.

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