[Blogparade] Warum es sich lohnt, dankbar zu sein

Dankbarkeit ist seit einiger Zeit ein ganz wichtiges Thema für mich. Da – nach meiner Ansicht – nichts zufällig im Leben geschieht, verwundert es mich nicht, dass ich Anfang diesen Jahres gleich zwei Mal darauf gestoßen bin. Zum einen hielt mir mein Friseur Rhonda Byrnes Buch „The Magic“ unter die Nase und meinte, ich solle das Buch UNBEDINGT lesen (Danke, Salvo). Zum anderen stolperte ich mehrfach im Netz über Mara Stix’ Blogparade zur Dankbarkeit, sodass ich mich spontan entschieden habe, daran teilzunehmen.

Ich habe mich gewehrt

Obwohl Salvo sehr überzeugend war, hat es ein bisschen gedauert, bis ich mir das Buch bestellt und schließlich mit dem Lesen begonnen habe. Tagelang lag es neben meinem Lesesessel, wollte aber nicht so recht an mich heran. Eines Abends nahm ich es dann mit ins Bett, noch immer ein bisschen bockig. Doch der Inhalt hat mich einfach mitgerissen. Seitdem kann ich es nicht mehr aus der Hand legen und mache eifrig die dort angegebenen Übungen zu Dankbarkeit.

Ich muss gestehen, mir war gar nicht bewusst, wie viele tolle Dinge, Menschen und Erlebnisse es in meinem Leben gegeben hat, für die ich noch heute dankbar sein kann! Jeden Morgen schreibe ich 10 davon in ein kleines Notizbuch, und nicht ein Mal ist es mir schwer gefallen, auf die geforderte Anzahl zu kommen. Nein, ich wiederhole auch nicht ständig die gleichen Dinge. Es sind inzwischen 180 Punkte auf meiner Liste – und schon allein das macht mich unendlich dankbar!

Für "Negatives" dankbar sein

Dabei sind diese 180 wundervollen Aspekte meines bisherigen Lebens nur die schönen Dinge, für die es leicht ist, dankbar zu sein. Hinzu kommen noch weitere Punkte, bei denen ich mir Gedanken um positive Seiten von unangenehmen Erlebnissen gemacht habe. Selbst Menschen, um die ich normalerweise einen Bogen mache, weil wir nicht kompatibel sind, habe ich für ihr Wirken in meinem Leben gedankt. Eine befreiende Erfahrung, muss ich gestehen.

So wirkt Dankbarkeit

Bringt denn all dieses Dankbarkeitsgefasel irgendetwas? Oh, ja, rufe ich ganz laut und voller Überzeugung aus. Den Unterschied habe ich in den letzten Tagen ganz deutlich gespürt. Zum Geburtstag habe ich beispielsweise schon des Öfteren eingeladen, weil man das halt so macht. Dieses Jahr habe ich mich richtig gefreut und war für jede Zusage dankbar, und zwar ohne mich dazu ermahnen zu müssen. Der Ladies-Nachmittag selbst war wundervoll, weil sich alle Gäste von Herzen wohl gefühlt haben, wir über Scherze und Anekdoten lachten und ich mich über all meine Geschenke wirklich freuen konnte, sodass jeder meiner Gäste beim Abschied betonte, noch nie ein so gelungenes Beisammensein erlebt zu haben. Die Magie der Dankbarkeit eben.

Die Magie der Dankbarkeit

Mit ihrer Hilfe erfüllen sich plötzlich Wünsche, die ich seit Jahren auf die lange Bank geschoben habe, heilen körperliche und seelische Wunden, die schon ewig vor sich hin schwärten, und vor allen Dingen sieht die Welt plötzlich bunt aus, obwohl sie in dieser Jahreszeit eigentlich eher grau ist. Aber wenn ich morgens mit einem „Danke für diese erholsame Nacht“ aus dem Bett hüpfe, mit einem „Danke für diesen leckeren und gesunden Smoothie“ mein Frühstück genieße und dann auch noch für meine Arbeit, den Fußweg dorthin und die Erfolge, die ich heute erzielen werde, danke, läuft für mich der Tag mit Leichtigkeit und Freude. Für meine Mitmenschen sicher auch, weil ich sie mit meiner guten Laune anstecke. Nicht nur die, mit denen ich zusammenarbeite, sondern auch wildfremde Personen auf der Straße, die mir zulächeln und die ich gleichermaßen anstrahle.

Schluss mit dem ewigen Kampf!

Ich frage mich ganz ernsthaft, wie ich all die Jahre beruflich und privat so kämpfen konnte, während das Leben in Dankbarkeit leicht und einfach fließt. Für diese Erkenntnis bin ich ganz besonders dankbar und freue mich über jeden Leser dieses Blogbeitrags, der sich ebenfalls mit dem Dankbarkeitsvirus anstecken lässt. Es lohnt sich. Versprochen!

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Kommentare: 6
  • #1

    Claudia Dieterle (Montag, 23 Februar 2015 07:30)

    Hallo Kari,
    der Satz "das Leben in Dankbarkeit leicht und einfach fließt" bringt es auf den Punkt. Man ist viel ausgeglichener und erreicht mehr, wenn man für die Dinge, die man hat, dankbar ist. Es gibt auch so viele Kleinigkeiten, die man gerne übersieht, für die man aber auch dankbar sein kann.
    Viele Grüße
    Claudia

  • #2

    Kari Lessír (Montag, 23 Februar 2015 09:24)

    Liebe Claudia,
    vielen Dank für Deine Antwort. Ich hätte nicht gedacht, dass man den Unterschied zwischen "dankbar Leben" und "einfach vor sich hin Vegetieren" so deutlich spüren kann. Über Fasching hatte ich nämlich keine Lust, mich täglich mit den Dankbarkeitsübungen zu beschäftigen. Ich war schlichtweg zu faul ;) Mit dem Ergebnis, dass ich mich schließlich ganz grässlich gefühlt habe und richtig miesepetrig durch die Tage schlurfte, obwohl ich eigentlich allen Grund gehabt hätte, mich zu freuen. Es ging aber nicht.
    Als mir das bewusst wurde, habe ich SOFORT den Schalter umgelegt. Selbst wenn ich keine Zeit finde, meine zehn Punkte zu notieren, kann ich bei jedem Schritt während des Morgentrubels "Danke" murmeln. Und mir beim Zähneputzen überlegen, welche tollen und dankenswerten Dinge heute auf mich warten.
    Dankbar zu sein ist so toll!
    Liebe Grüße und einen wundervollen Tag,
    Kari

  • #3

    Hans (Montag, 23 Februar 2015 12:22)


    Hallo Kari,
    vor ein paar Jahren hätte ich vermutlich oft gesagt, wofür soll ich denn heute dankbar sein? Außer viel Arbeit und Stress gab es nichts, was so toll war Dankeshymnen anzustimmen.
    Ich bin heute dankbar, dass ich auch für "Kleinigkeiten" dankbar sein kann. Dass ich überhaupt dankbar sein kann.
    Alles in allem bereichert das unseren Alltag und macht zufriedener > glücklicher.
    Daher werde ich mich auch nie gegen diesen "Dankbarkeitsvirus" impfen lassen. Ich freue mich, dass es/er dich voll erwischt hat. ;-)
    Einen lieben Gruß
    Hans

  • #4

    Kari Lessír (Montag, 23 Februar 2015 14:36)

    Hallo Hans,
    Danke für Deinen Kommentar. Wie schön, dass Du hergefunden hast :) Ja, es ist schön, auch für die kleinen Dinge im Leben dankbar zu sein. Jeden Morgen und jeden Abend. Dadurch entdeckt man überhaupt erst, wie reich man in Wahrheit ist. Zumindest mir geht es so :)
    Lieben Gruß,
    Kari

  • #5

    Farbenfreundin (Freitag, 29 April 2016)

    Hm. Nun hast Du mich neugierig gemacht... Danke für die Frühlings, ähm, Freitagsinspiration. Das wäre ja auch etwas für meinen Blog. Idee: Magst Du einen Gastbeitrag schreiben?

  • #6

    Kari (Freitag, 29 April 2016 09:28)

    Ich twittere dich deswegen mal an ...