Verliebt in die eigene Geschichte

Der Seelenseher verzweifelt in der Wüste | Foto: pixabay.com
Der Seelenseher verzweifelt in der Wüste | Foto: pixabay.com

Alle vierzehn Tage sitze ich in einem der ältesten Cafés Wiesbadens, im Café Blum, genieße eine herrliche Tasse grünen Tee und schreibe währenddessen an einer meiner Geschichten. Im Augenblick ist es "Der Seelenseher (AT)", der Fortsetzung meiner "Wunschträume".

Heute habe ich das Manuskript mitgenommen und die letzten Szenen durchgelesen, in denen sich Patrick, der Seelenseher, durch die Wüste als Bild für seine inneren Widerstände kämpft, um den Anschluss für die neuen Abschnitte parat zu haben.

 

Was soll ich sagen? Es ist wunderschön, einfach traumhaft. Ich habe mich selbst gerade wieder in meine Geschichte verliebt. Wenn ich so vor mich hin pinsel, verliere ich normalerweise den Überblick, aber wenn ich zwischendurch mal wieder reinlese, gefällt mir ausgezeichnet, was ich da so zu Papier bringe. Seufz.

Darf man als Autorin eigentlich in seine eigenen Ergüsse verliebt sein? Und am besten in die eigenen Figuren? Okay, Testleser und eine Lektorin werden mir den Kopf wieder gerade rücken. Doch bis dahin darf ich noch ein wenig schwärmen …

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