Gibt es eigentlich Engel?

steinerner Engel mit gesenktem Blick
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Über diese Frage lässt sich trefflich streiten – oder eben nicht. Für mich hat sie eine vergleichbare Qualität wie die Überlegung, ob es Vampire oder Werwölfe gibt. Manche sagen – je nach Glaubensrichtung oder erwachter Spiritualität – bei Engeln "Ja", andere bei Vampiren und Werwölfen.

Unabhängig davon, ob ich an Engel, Vampire oder Werwölfe glaube, lese ich gerne Bücher, in denen sie vorkommen. Nicht immer gleichzeitig, aber doch hin und wieder gleichzeitig. Heißt das jetzt, dass ich an Engel, Vampire und Werwölfe glauben muss?

 

Nein, das heißt es meiner Meinung nach nicht. In einem Buch lasse ich mich auf die Welt des Autors ein. Wenn er sie mir glaubhaft und überzeugend schildern kann, folge ich ihm unbesehen. Dann nehme ich ihm sogar den Teufel ab, der einen Pakt mit einer armen Seele schließt …

 

In "Wunschträume" tritt nicht der Teufel auf, sondern ein Engel. Genauer gesagt, Crissys Schutzengel. Ich schildere Crissys Sicht der Dinge, und so erzähle ich eben auch manche Stellen aus der Erinnerung dieses Engels namens Ylo’omzak. Die Figur der Crissy habe ich so angelegt, dass sie Zeit ihres Lebens Kontakt zu ihrem Engel hat. Als Kind konnte sie ihn sehen und direkt mit ihm sprechen, als Erwachsene notiert sie ihre Wünsche und erhält die Antworten als Träume oder Visionen. Ich habe das Szenario des Buches so definiert, und damit ist die Welt für Crissy genau so.

 

Ob meine Leser im Alltag an Engel glauben, weiß ich nicht. Ich denke, es ist nicht elementar wichtig. Was zählt ist dagegen die Offenheit für das Setting. Ist die Figur des Engels logisch begründet? Ist die Wunschmagie glaubhaft? Wer natürlich grundsätzlich eine Allergie gegen Spiritualität hat, wird von diesem Buch enttäuscht sein. Dafür sind dann doch zu viele spirituelle Themen enthalten, auch wenn das Buch insgesamt dem Genre ChickLit angehört. ChickLit mit der Unterkategorie "spirituelle ChickLit". Gibt’s noch nicht? Dann habe ich sie mit "Wunschträume" eben begründet.

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