Tauschen wir doch einfach mal die Brille

Foto: pixabay.com
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Alle Bücher im gleichen Stil zu schreiben ist langweilig. Zumindest mir geht es so, dass ich bei jedem neuen Werk auch eine neue Herausforderung brauche. In meinem ersten Roman „Aus dem Blick“ wollte ich die Welt eines Blinden für sehende Menschen lebendig werden lassen. Das ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen. Im Sammelband "Taxi zum Himmel" konnte ich mich in den unterschiedlichsten Genres ausprobieren. Deshalb tummeln sich dort Kurzgeschichten neben Märchen und Erzählungen. „Wunschträume“ habe ich mal aus der Ich-Perspektive im lockeren ChickLit-Stil verfasst, doch was mache ich mit der Fortsetzung?

Da die ersten vierzig Seiten bereits geschrieben sind, will ich es Euch verraten: Ich schreibe wieder aus der Ich-Perspektive, aber diesmal überwiegend aus der Perspektive eines Mannes. Keine Angst, auch Crissy, die sich in Band zwei inzwischen Christiane nennt, wird dabei sein, aber eben nicht mehr die ausschließliche die Hauptrolle spielen. Im Vordergrund steht ihr Partner und dessen besondere Gabe. Mehr will ich zu diesem Aspekt hier nicht sagen; da müsst Ihr einfach meine „Wunschträume“ lesen. Es hilft alles nichts.

 

Was mich beim Schreiben aus der männlichen Perspektive überrascht hat, ist die Tatsache, dass ich plötzlich selbst maulfaul werde. Ich lasse Christiane quatschen und palavern, während Patrick einfach schweigt. Aber in seinem Kopf gehen ganz andere Diskussionen ab, die nicht immer parallel zur Außenwelt stattfinden. Ich finde das echt spannend. Ich glaube, dieses Buch eröffnet mir selbst eine ganz neue Sicht auf das andere Geschlecht. Nur werde ich mir wahrscheinlich den einen oder anderen männlichen Testleser suchen müssen – wer weiß, ob ich mir da nicht zu viel zusammenfantasiere …

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