Hinaus in die Welt

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Da habe ich jahrelang an einem Buch gearbeitet, mich in die Figuren ver- und ein Stück weit wieder entliebt, sobald das Buch erschienen ist, doch jetzt will die Geschichte in die Welt hinaus. Sie will gelesen, kommentiert und weitergetragen werden.

Dazu gibt es viele Wege. Natürlich zuerst einmal persönliche Kontakte im privaten Umfeld. Nur, all meine Freunde erwarten oft, ohne darüber nachzudenken, dass ich ihnen das Buch schenke. Bei besonderen Verdiensten mache ich das, ganz klar, aber nicht grundsätzlich. Ein bisschen was will ich ja schließlich auch für meine Arbeit sehen, und zwar nicht nur ein „Oh, das sieht aber toll aus! Ist das dein neuestes Buch?“. Und wenn ich dann irgendwann nachfrage, wie es gefallen hat, kommt mitunter ein ausweichendes „Na ja, ich bin noch nicht zum Lesen gekommen“. Hm. Lieber sind mir in diesem Fall ganz ehrlich die Freunde, die das Buch bei mir kaufen – ja, die auch als Freunde die 9,90 EUR fürs Taschenbuch zahlen – und dann vielleicht sogar noch eine Rezension schreiben. Aber das Thema „Rezension“ ist ein anderes …

Buchblogs

Gut, nach den persönlichen Kontakten (die nicht viel bringen) kommen die Blogs. Buchblogger sind wundervoll. Menschen, die Bücher lesen – natürlich nicht nur meine – und sie anschließend rezensieren und damit in ihren Kanälen und unter ihren Blogfollowern bekannt machen. Dafür bin ich wirklich unendlich dankbar! Das muss ich hier mal so klar und deutlich sagen! An jede einzelne Bloggerin: Danke, vielen Dank für Eure Bereitschaft, Euch auf meine Geschichte einzulassen und sie kritisch zu beleuchten. UND sie natürlich dadurch in die Welt hinauszutragen. Außerdem, und auch das ist nicht zu verachten, erfahre ich hoffentlich dadurch auch ein paar kritische Anmerkungen. Rechtschreibfehler, Ungenauigkeiten, unlogische Stellen, die mir trotz Lektorin durchgerutscht sein mögen. Denn diesmal hatte ich keine Testleserin. Meine bisherige Testleserin – auch an Sie ein ganz großes Dankeschön – hat sich aus persönlichen Gründen aus diesem Amt verabschiedet, und so werde ich für die Zukunft nach neuen Testlesern suchen.

Natürlich werde ich in der nächsten Zeit auch die klassischen Kanäle bedienen: per Pressemeldung die Lokalpresse ansprechen und auf eine Meldung oder gar ein persönliches Gespräch hoffen. Das ist die nächste Amtshandlung.

Lesungen - die Königsdisziplin

Und dann mach ich mich auf den Weg, Lesungen zu organisieren. Lesungen sind für mich die schönsten Momente am Autorendasein. Wenn ich vor einem Publikum stehe, über mein Buch erzähle und schließlich ausgewählte Textstellen vortrage, wenn ich die Augen gebannt auf mich gerichtet sehe, wenn die Zuhörer mitgehen und mitfühlen, das ist so unglaublich schön! Ich liebe Lesungen! Leider sind hier in meiner Heimatstadt die Buchhandlungen sehr zugeknöpft gegenüber Independent-Autoren, so dass ich mir jedes Mal kreative Locations ausdenken muss. Aber bislang hat es noch immer geklappt. Vielleicht probiere ich sogar mal eine Wohnzimmerlesung aus. Das finde ich überhaupt eine coole Sache. Gemütlich in den eigenen vier Wänden, mit einem netten Buffet und netten Leuten … Am besten noch mit einer weiteren Autorin oder Autor, um das Ganze ein wenig aufzulockern.

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