Template für CreateSpace – Teil 1

Foto: pixabay.com
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Letztes Wochenende habe ich mir die Word-Templates angesehen, die Create Space zur Verfügung stellt. Ja, klar, sie sind benutzbar, aber doch sehr an den amerikanischen Markt angepasst. Im deutschen Sprachraum sehen Bücher eigentlich ein wenig anders aus. Also habe ich mich hingesetzt und innerhalb von wenigen Stunden ein neues, „deutsches“ Templates erstellt.

 

Hier ein paar wichtige Hinweise, wobei diese sich auf Word 2007 beziehen, das ich auf meinem alten Vista-Rechner nutze. Die neueren Word-Versionen bieten noch ein paar mehr Möglichkeiten, die Ihr dann für Euch selbst entdecken dürft.

 

Die Screenshots lassen sich übrigens durch Klicken vergrößern.

Seitenformat einrichten
Seitenformat einrichten

Im ersten Schritt öffnet Ihr ein neues Dokument, das Ihr als Word-Vorlage abspeichert. Damit habt Ihr ein Muster, auf dessen Basis Ihr Eure individuellen Bücher erstellen könnt.

Der nächste Schritt ist die Seitengröße des Dokuments, nämlich die Eures späteren Buchs. CreateSpace gibt die Buchgrößen in Zoll an, aber nennt die Zentimeterangaben zusätzlich in Klammern dahinter. Das ist die Größe, die ihr Eurem Dokument gebt:

 

Seitenlayout => Seite einrichten => Format.

 

Standardmäßig heißt es hier A4 oder 21 x 29,7 cm. Ihr übertragt in die Felder die cm-Angaben aus CreateSpace.

 

Seitenränder einstellen
Seitenränder einstellen

Unter dem Reiter „Seitenränder“ wählt Ihr gegenüberliegende Seiten aus, natürlich im Hochformat. Die eigentlichen Seitenränder stellt Ihr nun so ein, dass Ihr zuerst einmal die Bundstegvorgaben von CS übernehmt.

 

24 bis 150 Seiten Umfang: 0,375" (= 0,9525 cm)

151 bis 400 Seiten Umfang: 0,75" (= 1,905 cm)

401 bis 600 Seiten Umfang: 0,875" (= 2,2225 cm)

Mehr als 600 Seiten Umfang: 1.0" (= 2,54 cm)

 

Der obere, untere und äußere Rand können die gleiche Größe enthalten, wobei ich persönlich unten immer ein wenig mehr Luft gebe, damit die Seitenzahlen nicht erdrückt werden. Für Innen sagt CS, dass man die cm-Angabe auf Null setzen kann. Mein Word hat das nicht mitgemacht; so habe ich eben den Wert von 0,42 cm gelassen, den es mir eingefügt hat. Schadet nichts, gibt nur mehr Weißfläche um den Text. Und genau das ist wichtig, damit ein Buch leicht wirkt und der Leser eingeladen wird, sich mit der Geschichte zu befassen.

Im Endeffekt habe ich oben und außen 1,8 cm, unten 2,2 cm und innen 2,4 cm bei einem Umfang von 280 Seiten im Format 5,5 x 8,5 Zoll.

Nächster Wichtiger Punkt ist der Aufbau des Innenteils:

 

Seite 1, der Schmutztitel, enthält nur den Titel des Werks.

Seite 2 bleibt leer.

Seite 3 ist die eigentliche Titelseite mit Autor, Buchtitel, Untertitel und dem Genre.

Seite 4 enthält eine Kurzinfo zum Buch sowie die Autoreninfo.

Seite 5 bleibt frei.

Seite 6 zeigt das Impressum und den Eintrag zur deutschen Nationalbibliothek.

Seite 7 enthält die Widmung oder – falls es keine gibt – das Inhaltsverzeichnis. Bei belletristischen Werken fehlt das Inhaltsverzeichnis im deutschsprachigen Raum, so dass hier bei fehlender Widmung direkt mit dem Romantext begonnen würde.

Seite 8 bleibt leer, falls es eine Widmung oder ein nur einseitiges Inhaltsverzeichnis gibt.

Seite 9 enthält bei Widmung das Inhaltsverzeichnis oder den Beginn des Textes. Falls es ein Inhaltsverzeichnis gibt, beginnt der eigentliche Inhalt des Buches auf der nächsten freien rechten Seite.

 

All diese Seiten haben keine Seitenzahl, auch wenn sie bereits mitzählen. Erst beim Kapitelbeginn setzt die sichtbare Zählung ein. Damit das in Word funktioniert, muss man die Seiten als Abschnitte formatieren. Dann kann man nämlich zu Beginn des Kapitels mit der Zählung starten.

Kapitelbeginn mit Seitenzahlen
Kapitelbeginn mit Seitenzahlen

Genau das ist noch ein wichtiger Punkt für einen schönen Buchinnenteil: Kapitel beginnen grundsätzlich immer rechts. Wenn das vorherige auf einer rechten geendet hat, bleibt die folgende linke Seite frei. Ja, das kostet Umfang, aber das ergibt eben ein ansprechendes, luftiges Buch, das man gern in die Hand nimmt.

Zur Umfangsplanung ist wichtig, dass man im Druck immer in 4er Schritten denkt. Hat das Buch zum Beispiel mit der ganzen Titelei (S.1-9) letztlich nur 193 Seiten, muss man mit leeren Seiten im Anschluss auf eine durch 4 teilbare Zahl auffüllen. In diesem Fall wären es drei Leerseiten, um auf 196 Seiten zu kommen.

 

In meinem nächsten Beitrag gehe ich auf die Schrift ein. Das ist auch ein wichtiges Thema für den Buchsatz. Bis dahin viel Spaß beim Experimentieren!

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