Selbst ist die Autorin

Der 8. März rückt unweigerlich näher und damit der Erscheinungstermin meines neuen Liebesromans „Wunschträume“. Das wirklich besondere an diesem Buch ist, dass ich diesmal alles komplett selbst mache. Also echtes Selfpublishing.

Bei meinen früheren Büchern habe ich auf verschiedene Print-on-Demand-Dienstleister zurückgegriffen. 2008 gab es noch keine andere Möglichkeit, wenn man keinen Verlag für sein Manuskript gewinnen konnte. Nach zwei Jahren Klinkenputzen hatte ich die Nase voll. Damals war BoD der Dienstleister meiner Wahl für "Aus dem Blick", mit dem ich bis heute zufrieden bin. Ein paar Jahre später testete ich – unter anderem Autorennamen – Monsenstein und Vannerdat. Auch dieser Anbieter ist absolut okay, wenn man die Veröffentlichung nicht selbst in die Hand nehmen will. Genau das werde ich mit „Wunschträume“ tun.

Selfpublishing ist ja inzwischen nicht mehr anrüchig. Besonders seit der Gründung von Qindie, zu denen ich gehöre, gibt es ein offizielles Gütesiegel für qualitativ hochwertige Independentliteratur. Das darf die Verlags- und Leserwelt ruhig noch ein bisschen mehr wahrnehmen, aber wir Qindianer arbeiten mit jeder Buchveröffentlichung daran.

Nun also der Schritt zum hundertprozentigen Selfpublishing über KDP, CreateSpace und weitere E-Book-Plattformen. Für mich ist gerade die E-Book-Formatierung absolutes Neuland. Zum Glück gibt es Vorreiter, die hilfreiche Erfahrungsberichte verfasst haben:

  1. Wilhelm Ruprecht Frieling: KINDLE FÜR AUTOREN oder: Wie veröffentliche ich ein E-Book auf amazon.de?
  2. Wolfgang Tischer: Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen
  3. Frederik Weitz: Kindle-Texte mit Winword und OpenOffice formatieren

Danach sah ich mich in der Lage, eine Template in Word zu erstellen und über Calibre in eine Kindle-Datei zu konvertieren. Klar, dass nicht sofort alles glatt gelaufen ist, und so habe ich ein halbes Dutzend Versionen produziert, bis ich endlich die für mich richtige gefunden habe. Das Template für Epubs will ich demnächst angehen.

Screenshot des Wordtemplates für Kindle
Wordtemplate für Kindle

Was das Publizieren als Taschenbuch anbelangt, habe ich durch meinen früheren Beruf als Mediengestalterin ein bisschen Ahnung. Zumindest weiß ich, wie ein gutes Buch auszusehen hat. Dennoch ist mir CreateSpace völlig unbekannt. Vor allen Dingen habe ich noch nicht entschieden, ob ich auf das Wordtemplate von CreateSpace zurückgreifen werde oder über InDesign selbst den Buchsatz anlege. Bei den Vorüberlegungen geholfen haben mir bis jetzt:

  1. Daniel Morawek: Bücher mit Amazons CreateSpace veröffentlichen. Handbuch, Tipps und Erfahrungen
  2. Heike Langenkamp: Als Autor mit Amazon CreateSpace Bücher im Selbstverlag veröffentlichen (Einfach erklärt)

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Robert Montag (Mittwoch, 12 Februar 2014 19:48)

    Hallo Kari, es wäre sicher interessant zu erfahren, wieviel Zeit Du in diese Sache investieren musst. Gerade für die Fraktion der Hobbyschreiber ein Thema. Überspitzt gefragt: Muss ich zwei Wochen Urlaub nehmen, um alles selbst zu tun, oder macht man das an einem Sonntagnachmittag?

    Viel Grüße!

    Robert

  • #2

    kari-lessir (Mittwoch, 12 Februar 2014 20:04)

    Hallo Robert,

    nein, Du musst keine zwei Wochen Urlaub dafür nehmen. Für die E-Book-Konvertierung habe ich ein, zwei Stunden an dem Template gesessen, um die Formatvorlagen so anzulegen, dass sie auf dem Kindle gut aussehen.
    Sehr hilfreich waren die drei oben genannten Bücher, wobei man nicht Frieling und Tischer gleichzeitig benötigt. Eines der beiden Bücher plus den Weitz, das genügt.
    Wenn grundsätzlich Interesse besteht, werde ich nach der Veröffentlichung noch ein paar Hinweise zur E-Book-Konvertierung machen, damit nicht jeder das Rad neu erfinden muss. Weniger das allgemeine Wie, sondern ganz konkret die Gestaltung des Templates in Word.
    Zum Thema CreateSpace kann ich noch nichts sagen, weil ich das noch nicht angegangen bin. Aber das kommt noch.
    Ich kann Dir also Mut machen: Auch als Hobbyautor kannst Du es Dir zeitlich erlauben, Deine Texte selbst hochzuladen.

    Herzliche Grüße,
    Kari